Projekt i wykonanie Anna Sobañska 2007
asobanska@onet.eu
INSTYTUCJA KULTURY SAMORZ¥DU WOJEWÓDZTWA WIELKOPOLSKIEGO
Muzeum rejestrowane 46 (PRM/98)
MUZEUM OKRÊGOWE IM. STANIS£AWA STASZICA W PILE
Die nächste Gruppe bilden Zunftdenkmäler aus Pi³a und der Region: Kästen, Standarten, Pokale, Siegelkolben. Die Exponate stammen aus dem 17. bis 19.Jahrhundert.
Eine besondere Gruppe von Objekten schaffen Barockskulpturen aus der katholischen Kirche St.Johannes d. T. u.. Ev. Die Kirche ist während der Kämpfe um die Stadt im Februar 1945 abgebrannt. Dreißig Jahre lang stand sie als Ruine da, bis man sie im Dezember 1975 in die Luft gesprengt hat.
Pi³a samt dem Netzebezirk wurde von Preußen annektiert. Diese Tatsache dokumentiert die Grafik „Ko³acz królewski”(1795) von Noel Lemir, die eine Allegorie der Teilungen Polens ist. Für die polnische Bevölkerung begann die Zeit der Germanisierung, unterbrochen in den Jahren 1807-1815, als sich die Stadt in den Grenzen Kongress-Polens befand. An die Zeiten Napoleons erinnert der Schaukasten, der die Grafiken mit polnischen und französischen Soldaten sowie die Bewaffnung und die Ausrüstung des preußischen und französischen Militärs präsentiert
Die Ansichten der Stadt wurden auf den Postkarten und Grafiken aus dem 19.Jahrhundert und aus der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts gezeigt. In dem Schaukasten befinden sich zudem: Abzeichen verschiedener vor 1945 in Pi³a tätigen Organisationen, Münzen und Ersatzbanknoten und verschiedene Andenken, die aus der Stadt stammen, die es nach 1945 nicht mehr gab. Die weiteren zwei Schaukästen veranschaulichen die Existenz der jüdischen Bevölkerung in Pi³a und der Region sowie Andenken von Schützenvereinen. Der nächste Schaukasten zeigt die preußische Garnison in unserer Stadt und Exponate, die mit dem großpolnischen Aufstand verwurzelt sind. Bemerkenswert ist die Soldatengestalt in der festlichen Uniform des 149.Infanterieregiments. In der 1897 gegründeten Einheit dienten Deutsche, Polen und Juden aus dem Netzebezirk.
Die historische Ausstellung beschließt die Exposition der Tätigkeit des Konsulats der Republik Polen in Pi³a, sowie der Organisationen der Auslandspolen (Schulwesen, Sport, kulturelle Aktivitäten). Merkwürdig ist die Tatsache, dass sich unsere Museumsausstellung im Gebäude des ehemaligen Polnischen Konsulats befindet. Im Schaukasten nebenan zeigen wir drei Uniformgestalten aus dem Zweiten Weltkrieg: einen Soldaten des polnischen Grenzschutzes von 1939, sowie deutsche und sowjetische Soldaten, die im Februar 1945 um Pi³a gekämpft haben. Die Gestalten präsentieren wir im Vordergrund einer Aufnahme der im Februar 1945 zerstörten Stadt.
Kunstgeschichte
Die Daueraustellung „ Möbel und Wohnräume von der Hälfte des 18. bis zum Anfang des 20.Jahrhunderts - schöne und nützliche Gegenstände “ präsentiert Objekte des polnischen und europäischen Kunstgewerbes, ergänzt mit Beispielen der Malerei und Grafik.
In dem so genannten Vorzimmer sind Möbel mit heller Pastellpolychromie und feinen Schnitzerverzierungen (Österreich, Ende des 18.Jahrhunderts) ausgestellt. In das Thema der Epoche führen Grafiken ein, die von Ölgemälden des bekannten englischen Malers William Hogarth (1697-1764) in London kopiert wurden. Der Sammlung der Grafiken von Hogarth geht voraus der Kupferstich „Der Kampf des Ritters mit dem Löwen“ von Daniel Chodowiecki (1726-1801) - dem Künstler aus Danzig, genannt Berliner Hogarth.
Im Goldenen Salon nebenan wurde die Einrichtung eines Boudoirs arrangiert, ausgestattet mit einer vornehmen Möbelgarnitur im Stil des französischen Rokoko. 1798 besuchte Theodor Friedrich Tietz, ein bekannter Künstler aus Königsberg die Familie Goltz im Schloss in Suchowo bei Wa³cz (Deutsch Krone). Dabei malte er ein Bildnis des vierjährigen Karol Jerzy Goltz, des Nachkommen eines pommerschen Geschlechts, das das umliegende Land seit dem Mittelalter regierte.
Im Weißen Salon betonte man ästhetische Veränderungen in der Möbeltischlerei und in der angewandten Kunst der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts. Die Einrichtung knüpft teilweise an die Innenausstattung der Residenzen des polnischen Adels an. Ein interessantes Beispiel ist ein Sekretär mit Nussbaumfurnier sowie mit Birnbaum-, Ahorn-, Eschenholz- und Perlmutterintarsie, aus denen der Ebenist auf dem beweglichen Pult Figurszenen hergestellt hat. Er erinnert an die heimischen, in Kolbuszowa hergestellten Möbel, die man oft in den Inventarverzeichnissen der alten Herrenhäuser findet. Gemäß der altpolnischen Tradition setzte man die Ikone der Mutter Gottes mit dem Jesuskind auf einem kaukasischen Teppich, dem so genannten Gebetsteppich, fest, und darunter - die Waffen: ein östliches Jagdgewehr mit Perkussionsschloss und einen türkischen Jatagan. 1830 kam es zu einem Nationalaufstand der Polen gegen den russischen Eroberer, der mit einer Niederlage und Emigration vieler Aufständischen endete. An den Novemberaufstand knüpft die ausgezeichnete Lithographie des französischen Grafikers Hipolit Bellange (1800-1866) „Der polnische Flüchtling“ an. Die anderen Möbel und Gegenstände sind inspiriert vom Empire ( der Spiegel mit Palmettenfries, die Stühle mit Adlerköpfen und -fängen aus vergoldeter Bronze, der Klapptisch zum Schachspielen, der Bücherschrank mit Pilastern und profiliertem Gesims, der Schreibtisch mit Saiten nach dem Muster der antiken Lyra, die französische Kaminuhr) und vom Biedermeier ( das „bequeme“ Sofa, der Zwirntisch, der Sekretär mit Säulchen). Der Autor des größeren von den zwei Ölgemälden, die Frauen in Spitzenhauben im Biedermeierstil darstellen, ist der Warschauer Maler und Zeichner Józef Paszkiewicz (1781-1844), der Schüler von Marcello Bacciarelli aus der Königlichen Malerwerkstatt Stanis³aw August Poniatowskis. Das Gemälde entstand 1829. Das ovale Bildnis eines Mannes in Rüstung (Öl, Brett, 18./19.Jh.) stammt aus dem Schloss in Tuczno und stellt einen der Erben der pommerschen Familie Wedel - Tuczyñski dar.
Der Grüne Salon gibt wieder eine Wohneinrichtung aus der Zeit des Historismus (die 2.Hälfte des 19.Jhs), das heißt der Rückkehr zu den großen historischen Stilen, die die Formen der Gotik, der Renaissance, des Barock, des Rokoko und des Klassizismus wiederholen. Im Stil „des zweiten Rokoko“ wurde die Dresdener Möbelgarnitur von Ende des 19.Jahrhunderts hergestellt, mit Nussholzfurnier, mit gemalten Porzellanplaketten verziert - unter anderem der Damenschreibtisch, darauf das Tintenfass mit Sandstreuer (Berliner Porzellanmanufaktur, 1850), darüber Gedächtnisminiatur - ein Daguerreotyp mit der Büste von Adam Mickiewicz (1798-1855), entstanden in Odessa zum 100. Geburtstag des polnischen Dichters. Das einzige Beispiel eines authentischen Rokokomöbelstücks ist die Toilette (Deutschland, 1750-70) in Form eines Schreibtisches mit aufklappbarem Spiegel - Blatt und mit Nische für Toilettengegenstände. An die Epoche des Rokoko knüpft die Chaiselongue - das Liegesofa für Damen zur Erholung während des Tages an. Der Herrenschreibtisch, verziert mit den aus vergoldetem Messing ausgepressten polnisch-sächsischen Wappen ( Sachsen, die 2.Hälfte des 19.Jhs) ist das typische Beispiel für ein Möbelstück aus dem alten polnischen Innenraum. An den Wänden hängen zwei Öllandschaften von deutschen Künstlern von Ende des 19.Jahrhunderts: „ Die Alpen im Sommer“ (Rudolf Wimmer) und „Der Königssee in den Bayerischen Alpen mit Blick auf die Kirche St.Bartholomäus aus dem 17.Jh:“ ( sign. K. Purtz).
In den Schaukästen befinden sich Gegenstände der angewandten Kunst ( Silber, Kunstglas, Porzellan, Fayence, Steinzeug, Halbporzellan ), die aus verschiedenen europäischen Produktionsbetrieben stammen. Die führende Kollektion ist die Sammlung der Erzeugnisse der Fayencefabrik Stanis³aw Mañczaks in Chodzie¿ (bei Pi³a), die 1924-29 zu den besten in Polen gehörte. Das einzigartige Objekt aus Chodzie¿ (Kolmar) ist die mit Kobalt handgemalte dekorative Blumenvase „ Fünf Sinne” von Boles³aw Polankiewicz, die in den Ausstellungen in Paris (1925) und Poznañ (1929) ausgezeichnet wurde.
Jugendstil
Der Jugendstil ist in den letzten Jahren des 19.Jahrhunderts entstanden, um den Historismus und Eklektizismus der vergangenen Epochen abzulehnen. Im Jugendstilsalon fällt es leicht, die Ideen des neuen, international verbreiteten Stils zu erkennen: die Komposition der Glasfenster und die Dekoration des Deckenfrieses hat man dem Hauptmotiv - den Lilien und Winden von den Kacheln des rekonstruierten Ofens ( Chodzie¿/Kolmar - Mietshaus, ca.1905) untergeordnet. Mit ihnen stimmen: die Portiere, gestickt mit stilisierten Tulpen (Krakau, ca.1900) und der Wandbehang mit Pfau und Sonnenblumen (Polen, ca.1924, Leinen, gemalt von Boles³aw Bo¿uchowski) überein. Aus Wien, der Wiege des Jugendstils stammen: das Glasschränkchen mit Seitensäulchen in Form der Pflanzensprossen, die Petroleumhängelampe mit Lampenschirm aus grünem Glas sowie der Konzertflügel, hergestellt in der Fabrik Josef Schneiders. Das Grammophon mit Kraftantrieb und Schalltrichter (Deutschland, Firma unbekannt, ca.1915; Kopf ca.1905) war in den bürgerlichen Salons der Epoche des Jugendstils üblich. Die Inspiration von Flora und Fauna ist an vielen Gegenständen der angewandten und dekorativen Kunst zu sehen: der Sperling aus Messing, der Spazierstock mit dem Handgriff aus Elfenbein, der den Kopf eines Vorstehhundes darstellt, das Tintenfass mit Löscher mit Handgriff in Form eines gewickelten Blattes (Plewkiewicz, Warschau, ca.1900, versilbertes Messing), der Kaminwandschirm, auf Blech mit Disteln und Feldmohn bemalt, das Fayencetischgeschirr mit Irismotiv aus dem Werk Kuzniecows in Riga (1907-1917), das Besteck aus den Warschauer Werken Fragets und Norblins. Die für den Jugendstil charakteristischen Inspirationen von der Frauengestalt gibt es nicht nur in der vollplastischen Skulptur (Marmorbüste „Mädchen im Hut“, Mailand), sondern auch in den Porzellanfigürchen („Tanzende Mädchen“ von Karol Menser, Thüringen, 1913; „Mandolinenspielerin“ aus dem deutschen Werk in Ilmenau) und in den Gegenständen der angewandten Kunst: im Pendel der Kaminuhr, im Handgriff des Papiermessers, in dem mit Intarsien versehenen Handspiegel mit Tänzerpaar (Lwow, ca.1900). Aus der Koffer- und Taschenfabrik Leopold Rosenzweigs in Lwow stammen die ledernen Schachteln für die damals obligatorischen Hüte. Die Einflüsse des modischen Orients kann man in einem Paar der chinesischen Fayencevasen mit Drachenvorstellungen bestaunen. Die typischen Merkmale des Jugendstils präsentieren die Porträts der geheimnisvollen sinnlichen Frauen, gemalt von bekannten polnischen Malern (19./20.Jh.): „Hetera“ von Franciszek ¯mórko (1859-1910), „Ölskizze“ von Henryk Siemiradzki (1843-1902). Die Stimmung des Grauens kann man auch in „Gestalt in der Landschaft“(1901) von Jan Styka sehen.
Das im Schaukasten ausgestellte Jugendstilglas zeigt neue Technologien und eine neue Art des Designs. Die wertvollsten sind die Blumenvasen aus dem Werk Ecole de Nancy, gegründet von Emil Gallé. Das Glas ist mehrschichtig, geätzt und geschliffen, mit Blumen- oder Landschaftsdekoration.
Geschichte
Die historische Ausstellung zeigt ausgewählte Probleme aus der Geschichte von Pi³a (Schneidemühl) und der Region. Pi³a bekam das Stadtrecht ungefähr Mitte des 15.Jahrhunderts. Das unter der Landkarte von Posener Wojewodschaft (hierzu gehörte Pi³a) gezeigte Porträt von König Zygmunt Stary dokumentiert die Bestätigung dieses Rechtes 1513. Aus der Zeit der polnisch-schwedischen Kriege (1655-1657) sind unter anderem drei Kupferstiche von Eryk Dahlberg: die Schlacht bei Ujœcie (Usch), die Verbrennung der Schlösser in Z³otów (Flatow) und Drahim (Draheim), die Landkarte von Polen mit vermerkten Durchzugswegen des schwedischen Militärs und ein gebrochener Pallasch, der bei Ujœcie am Ort der Schlacht gefunden wurde. Zu den interessantesten Ausstellungsstücken werden in dem selben Schaukasten gezählt: die Grabreden zum Gedächtnis der lokalen Magnaten, das Sargporträt eines unbekannten Adligen, Münzen aus der königlichen Münzstätte in £ob¿enica (Lobsens) und der in Pi³a gefundene Talerschatz Ende 17./ Anfang 18.Jahrhunderts. Beachtenswert sind zwei Gestalten: ein polnischer Adliger (17.-19.Jh.) und ein Ritter (17.Jh.). Sehr wertvoll für die Geschichte der Region sind Porträts von Wojciech Breza (17.Jh.), dem Posener Wojewoden, Stifter der Kirche in Skrzatusz (Srotsch) und von Krzysztof Unrug, Starost von Wa³cz (Deutsch Krone).
MKL OSIEK
MO PI£A
Muzeum Okrêgowe
im. Stanis³awa Staszica
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